Rotkleegras - Kopfbild

Aktionszentrum Nord-Ost

Aktionszentrum Nord-Ost
Unter der Leitung der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei (LFA MV) betreut das Aktionszentrum Nord-Ost die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, das nördliche Sachsen-Anhalt und das nördliche Brandenburg. In der Netzwerkarbeit werden Fragestellungen zum Anbau und zur Verwertung von Luzerne, Luzernegras und Rotkleegras demonstriert.

Das Aktionszentrum betreut 10 landwirtschaftliche Betriebe. Davon wirtschaften sechs konventionell und vier ökologisch. Die Verwertung der kleinkörnigen Leguminosen erfolgt in den Betrieben im Bereich der Milchviehfütterung, Mutterkuhhaltung, Schaf- und Schweinehaltung. Die Aufwüchse werden als Frischfutter, Heu, Silage und Trockengrüngut hergestellt und verfüttert.

Im Frühjahr 2020 wurden auf zwei Demonstrationsbetrieben verschiedene Saatmischungsvergleiche
angelegt (je 8 Varianten). Im August/September haben drei weitere Betriebe Demostreifen mit Luzerne und/oder Rotklee sowie deren Mischungen mit Futtergräsern ausgesät. Im Frühjahr 2021 sind zusätzliche Neuansaaten vorgesehen. Neben dem Anbau werden weitere Themenfelder wie Pflege- und Düngungsmaßnahmen, Futterernte, Konservierung und verschiedene Verfahrensweisen zur Fütterung demonstriert.

Damit bieten wir gemeinsam mit unseren Demonstrationsbetrieben eine attraktive Plattform für Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch. In der Projektlaufzeit sind Feldbegehungen, Feldtage, Betriebsbesichtigungen und andere Veranstaltungen geplant, um aktuelle Fragen und Erkenntnisse aus der Netzwerkarbeit vorzustellen und zu diskutieren.

Interessenten an diesen Themen und unserem Netzwerk sind jederzeit sehr willkommen.

Informationen aus dem Aktionszentrum Nord-Ost

Video
Agrarbetrieb Priborn setzt auf Heumilch

Thumb Priborn Heumilch Video

Agrarbetrieb Priborn setzt auf Heumilich.

Der Agrarbetrieb Priborn südlich der Müritz versorgt seine 350 Milchkühe ausschließlich mit Heu und Frischgras. Hierbei nutzt er die Vorteile von kleinkörnigen Leguminosen um eine ausgewogenen Fütterung von seinen eigenen Flächen gewährleisten zu können.

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Betriebsporträt
Betrieblicher Vergleich der Siliertechnik bei der Gut Dummerstorf GmbH

Luzernesilage im Ballen

Luzernesilage im Ballen.
Quelle: Aline Kowalewicz

Südöstlich der Hansestadt Rostock bewirtschaftet die Gut Dummerstorf GmbH 1.338 ha Acker- und Grünland. Neben Winterweizen, Wintergerste, Winterraps und anderen Kulturen baut das Gut Dummerstorf auch klein- und großkörnige Leguminosen wie Luzerne, Erbsen und Lupinen an. Das Interesse des Betriebes liegt darin, den Luzernebestand verlustarm und schonend zu bergen. Die Luzerne wird neben den Erbsen und Lupinen innerbetrieblich in der Fütterung der 400 Milchkühe eingesetzt. Eine Biogasanlage mit einem Nahwärmekonzept rundet das Betriebsprofil ab.
Gut Dummerstorf steht seit seiner Gründung als Praxispartner agrarwissenschaftlichen Einrichtungen zur Seite.
Im KleeLuzPlus wurde ein betrieblicher Vergleich der Silierung in Ballen und Flachsilos durchgeführt.

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Demonstrationsanlage
Vergleich verschiedener Rotklee- und Luzernesorten in Mischungen

Ansaat der Demonstrationsanlage. Quelle: Aline Kowalewicz.

Ansaat der Demonstrationsanlage. Quelle: Aline Kowalewicz

Die Papendorfer Agrargenossenschaft bewirtschaftet südlich von Rostock insgesamt 1.350 ha landwirtschaftliche Nutzfläche. Davon sind 150 ha Grünland und 1.200 ha Ackerland. Der konventionell wirtschaftende Betrieb baut neben Kleegras auch Winterweizen, Wintergerste, Dinkel, Winterraps, Mais, GPS-Roggen mit Untersaat an. Durch die Teilnahme am Projekt möchte der Betrieb Informationen zur Etablierung und dem Anbau von kleinkörnigen Leguminosen erhalten.

Anfang August 2022 wurde eine Demonstrationsanlage mit 8 verschiedenen Mischungen mit unterschiedlichen Luzerne- und Rotkleesorten angelegt.

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Betriebsporträt
Erzeugung von Luzernesilage im Strangwickelverfahren auf dem Betrieb der U. & H. Naethbohm GbR

Strangwickelverfahren Luzernegras

Strangwickelverfahren.
Quelle: Aline Kowalewicz

Südwestlich der Hansestadt Rostock bewirtschaftet der familiengeführte Milchviehbetrieb mit 180 Milchkühen und deren Nachzucht eine landwirtschaftliche Nutzfläche von insgesamt 250 ha. Davon sind 70 ha Grünland und 180 ha Ackerland. Zur Futterkonservierung setzt der konventionell wirtschaftende Betrieb auf eine besondere Technik: Die Luzerne und das Gras vom Grünland werden in Rundballen gepresst und als Silage im Strangwickelverfahren konserviert. Siliermittel kommen im Betrieb nicht zum Einsatz.

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Demonstrationsanlage
Saatstärken im Vergleich

Demoanlage Weidemischung

Weidemischungen zum 1. Schnitt.
Quelle: Aline Kowalewicz

Der familiengeführte, ökologisch wirtschaftende Milchviehbetrieb mit 240 Milchkühen und deren Nachzucht bewirtschaftet insgesamt 430 ha. Durch die Teilnahme am Projekt KleeLuzPlus werden Informationen zur Ertragssteigerung im Anbau und beim Einsatz in der Fütterung von kleinkörnigen Leguminosen gewonnen. Der Anbau von Rotkleegras und die Verfütterung von Kleegrassilagen erfolgt bereits langjährig. Angestrebt werden dabei hohe Energiedichten, die vor allem über einen frühen Schnitt realisiert werden.
In den Demoanlagen wurden verschiedene Mischungen mit 20 und 30 kg/ha ausgesät.

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Demonstrationsanlage Sagsdorf
Von der Aussaat bis zum Umbruch

Demostreifenanlage

Demostreifenanlage.
Quelle: Aline Kowalewicz

In der Region Sternberger Seenlandschaft wurde im Frühjahr 2020 die Demonstrationsanlage in Sagsdorf angelegt. Verschiedene Mischungen und Reinsaaten mit Luzerne und Rotklee wurden während ihrer Entwicklung beobachtet und bewertet,

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Veranstaltungsnachlese
Leguminosentag Ost war ein voller Erfolg

Über 200 Anmeldungen zu den beiden Online-Veranstaltungstagen am 8. und 9. Dezember 2021 haben beeindruckend das andauernde Interesse am Thema Eiweißpflanzen gezeigt. Vielleicht ein Anlass, diese Veranstaltung zur Tradition werden zu lassen. Unser Dank geht an die Referentinnen und Referenten und vor allem an alle Teilnehmenden.

Betriebsporträt Gut Prebberede
Auch Schweine lieben Luzernegrassilage

Schweine mit Luzerneballen

Schweine mit Strohballen
Quelle: C. Engel

Betriebsleiter Christopher Engel ist von der positiven Wirkung seiner Luzernegrassilage auf die
Darmgesundheit der Schweine überzeugt. Die Tatsache, dass im Rahmen des QS-Salmonellenmonitorings regelmäßig nahezu alle Proben frei von Antikörpern gegen Salmonellen sind, bestätigt ihn darin. Außerdem bereite es ihm einfach Freude, zu sehen, wie die Schweine ihr arttypisches Futteraufnahmeverhalten ausleben. Das Anbieten eines artgerechten Grobfuttermittels sei auch ein Beitrag zum Tierwohl.

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Veranstaltungsnachlese
Wie man sät, so erntet man

Über 80 Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland nahmen am 18. Februar 2021 an der Online-Veranstaltung der Demonstrationsnetzwerke Erbse/Bohne (Demonet ErBo), Futterleguminosen (Demonet-KleeLuzPlus) und der Koordinierungsstelle Eiweißstrategie Mecklenburg-Vorpommern teil. Organisiert wurde das Seminar von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern.
Im Fokus der Veranstaltung standen die Vorbereitungen vor der Leguminosenaussaat, die einen optimalen Start der Bestände in die Saison ermöglichen sollen.

Arne Bilau, Berater beim Ökoring und Betriebsbetreuer im Demonet-KleeLuzPlus, erläuterte die vielfältigen Möglichkeiten der Etablierung von Klee- und Luzernegras und ging dabei besonders auf die Zusammenstellung der Mischungen je nach Nutzung und die Standortansprüche der unterschiedlichen Arten ein. Dabei sind diese immer betriebsindividuell zu gestalten und weiterzuentwickeln.

In weiteren Vorträgen wurde der Frage nachgegangen, ob heimische Futter- und Körnerleguminosen einer Impfung mit Rhizobien (Knöllchenbakterien) bedürfen und wie die Nährstoffversorgung optimal gesichert werden kann. In beiden Fragen ist es für Praktiker*innen empfehlenswert, die Wirkung und den Nutzen sowohl von Impfmitteln als auch von Nährstoffen durch eine Kontrolle zu überprüfen, zum Beispiel wie beim bekannten Schwefelfenster.

Text: Irene Jacob und Aline Kowalewicz

Den Beitrag zum Körnerleguminosen-Anbau finden Sie bei unserem Partnernetzwerk DemoNet ErBo unter der Rubrik "Links".

Zum DemoNet Erbse/Bohne Externer Link