Rotkleegras - Kopfbild

Fütterung

Rotbunte Milchrinder auf einer Kleeweide

Rotbunte Milchrinder auf einer Kleeweide
Quelle: www.oekolandbau.de / Copyright BLE / Dominic Menzler

Kleinkörnige Leguminosen in der Wiederkäuerfütterung
Heimische Eiweißpflanzen wie die kleinkörnigen Leguminosen Klee und Luzerne stehen zunehmend im Fokus einer nachhaltigen und bedarfsgerechten Fütterung von Wiederkäuern. Nicht nur aus pflanzenbaulicher und ökologischer Sicht ist der Anbau von kleinkörnigen Leguminosen empfehlenswert. Klee und Luzerne punkten insbesondere durch ihre positiven ernährungsphysiologischen Eigenschaften. Sie bringen ausreichend Rohprotein und Struktur in die Ration und fördern gleichzeitig die Futteraufnahme.

Kleinkörnige Leguminosen in der Wiederkäuerfütterung

Futterleguminosen in der Milchviehfütterung
Für Milchkühe sind Klee und Luzerne ein strukur- und rohproteinreiches Grundfutter. Bei hoher Qualität können sie die Grobfutterleistung in Milchviehrationen steigern und der Bedarf an Eiweißfuttermitteln, wie beispielsweise Soja- oder Rapsextraktionsschrot, kann durch ihren Einsatz oftmals verringert werden. Zudem sind sie schmackhaft und können die Futteraufnahme steigern.

Praxismerkblatt Milchviehfütterung

Düngung der Luzerne im Ökobetrieb und der Einfluss auf Futterqualität und Tiergesundheit
Bodenexperte Max Schmidt erläutert im Artikel, wie sich die Düngung und Nährstoffversorgung der Luzerne nicht nur direkt auf Ertrag und Futterqualität, sondern schlussendlich auch auf den Stoffwechsel der Milchkühe auswirken kann.

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Erfolgsmodelle aus der Praxis

Luzerne als regionale Eiweißkomponente für das Milchvieh
Auf zwei Betriebsstandorten – im Unterallgäu und bei Landsberg am Lech – werden auf dem Milchviehbetrieb Gräul knapp 60 ha zur Futternutzung für die rund 100 Milchkühe mit eigener Nachzucht bewirtschaftet. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird der Familienbetrieb im Haupterwerb betrieben, derzeit von Betriebsleiter Hans Gräul und seiner Frau.
Mit 3 ha Luzerne in Reinsaat werden nicht nur die Auflagen für das Greening erreicht, sondern der Futterration wird eine schmackhafte und regionale Komponente beigefügt.

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Weide, Cobs und Heu für das Milchvieh
In der niederbayerischen Gemeinde Landshut liegt der Milchviehbetrieb Oberhofer. Mit seinen gut 100 Kühen und eigener Nachzucht werden rund 90 ha unter dem Naturland-Siegel bewirtschaftet. Der Betrieb setzt neben Mais und verschiedenen Getreidesorten auf den Anbau von Klee und Luzerne. Genutzt wird der Aufwuchs von Klee und Luzerne für die Beweidung, Cobs und Heu.

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Frisches und siliertes Kleegras für die Rindermast
Der Demobetrieb Hof Buchwald in der hessischen Wetterau bewirtschaftet ca. 100 ha Ackerland und 10 ha Grünland und ist ein vielfältiger Gemischtbetrieb: Charolais- und Limousin-Rinder werden ebenso wie Schweine gemästet. Klee- und Luzernegras werden im Sommer frisch und im Winter als Silage gefüttert.

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Bullenmast mit Luzerne auf dem Betrieb Sinning

Beim Betrieb Sinning in Bayern werden Bullen mit einem guten Anteil Luzerne in der Ration gemästet. Bullenmäster Michael Sinning erklärt im Gespräch mit Friedrich Grimmer, wie und warum er das macht, was er an der Luzerne schätzt und was wir von Rindermästern in den USA lernen können.

Podcast Bullenmast mit Luzerne

Kleegrassilage in der Rindermast
In Böhmenkirch auf der Schwäbischen Alb liegt der Lindenhof der Familie Bosch. Der Betrieb mit intensiver Direktvermarktung konzentriert sich im landwirtschaftlichen Bereich auf Ackerbau, Rindermast und Straußenhaltung.

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Artenreiches Ackerfutter für gesunde Ochsen
Albert Brandmair bewirtschaftet seinen landwirtschaftlichen Betrieb im Nebenerwerb. Beim Ackerfutter setzt er auf eine artenreiche, selbst zusammengestellte Mischung und eigens entwickelte Technik. Der Schnitt des Leguminosen-Gras-Gemenges wird als Heu an die Ochsen verfüttert. Seit der Betriebsleiter von der Gras- und Maissilage auf die reine Heufütterung mit Ackerfutter umgestiegen ist, hat sich die Tiergesundheit stark verbessert.

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Zum Weiterlesen

Allgemein

Milchviehfütterung

Fütterung von Mutterkühen und Mastrindern

Kleine Wiederkäuer

Schweine mit Kleegras

Schweine mit Kleegras
Quelle: www.oekolandbau.de / Copyright BLE / Dominic Menzler

Futterleguminosen in der Schweinefütterung
Klee und Luzerne können in der Schweinehaltung dazu beitragen den Bedarf an Aminosäuren zu decken. Positive Effekte auf die Darmgesundheit, Sättigung, Beruhigung, das Ausleben artgerechten Verhaltens und dieErhaltung der Futteraufnahmekapazität sind belegt. Eine hohe Qualität und ein hoher Futterwert sowie eine schonende Gewöhnung an das neue Futtermittel sind entscheidende Faktoren für einen erfolgreichen Einsatz in der Rationsgestaltung.

Praxismerkblatt Schweinefütterung pdf 2,1 MB

Auch Schweine lieben Luzernegrassilage

Das Gut Prebberede ist Mitglied der Qualitätsfleischerzeugergemeinschaft Weidehof GmbH und nimmt als Demonstrationsbetrieb am bundesweiten Projekt Demonet-KleeLuzPlus zur Förderung des Anbaus kleinkörniger Leguminosen teil. Das Gut betreibt seit 2007 Schweinemast nach EU-Ökoverordnung und bewirtschaftet 154 ha Ackerland (schwach lehmiger bis lehmiger Sand, durchschnittliche Ackerzahl 38). Davon entfallen 14 ha auf den Luzernegrasanbau.
Betriebsleiter Christopher Engel ist von der positiven Wirkung seiner Luzernegrassilage auf die Darmgesundheit der Schweine überzeugt. Die Tatsache, dass im Rahmen des QS-Salmonellenmonitoring regelmäßig nahezu alle Proben frei von Antikörpern gegen Salmonellen sind, bestätigt ihn darin. Außerdem bereite es ihm einfach Freude, zu sehen, wie die Schweine ihr arttypisches Futteraufnahmeverhalten ausleben. Das Anbieten eines artgerechten Grobfuttermittels sei auch ein Beitrag zum Tierwohl.

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Aktuelles aus der Forschung
Um die Potenziale in der alternativen Verwertung von Klee, Luzerne und Co. auszuschöpfen und ihren Einsatz in der Praxis zu etablieren, gibt es noch viel zu erforschen. Das wurde auch an den Beiträgen des 8. Ökolandbau-Tages der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft deutlich.

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Futterleguminosen in der Schweinefütterung
Neben den heimischen Körnerleguminosen haben auch kleinkörnige Leguminosen wie Klee und Luzerne Potential für die Versorgung von Schweinen mit einheimischen bzw. betriebseigenen Eiweißfuttermitteln. Auch wenn deren Einsatz in der Schweinehaltung aus verschiedenen Gründen zur Ausnahme geworden ist, spricht aus Sicht der Tierernährung nichts gegen die Verfütterung von jungen kleinkörnigen Leguminosenpflanzen. In den folgenden Übersichtsarbeiten werden zum einen die verschiedenen Fütterungsverfahren - auch im historischen Rückblick - für Grobfutter aus Klee und Luzerne sowie deren Futterwert dargestellt. Zum anderen werden neuere Erkenntnisse, die im Zuge von Forschungsprojekten zur ökologischen Schweinefütterung erlangt wurden, beschrieben.
Fütterung und Tierwohl beim Schwein
Zur Erhöhung des Tierwohls sollte Beschäftigungsfutter angeboten werden wie z.B. gepresste Luzerne und Luzerne-Pellets. Nähere Informationen zu deren Einsatz gibt das Merkblatt der DLG.

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Aus der Praxis - Klee und Luzerne als Raufutter bei Mastschweinen
Ein kurzes Video zeigt, dass Klee und Luzerne als Raufutter bei Mastschweinen bestens ankommen.

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Merkblatt zu Kleesorten im Hühnerauslauf
Eine bedarfsgerechte Hühnerfütterung aus regionalen und rein ökologischen Komponenten ist in unseren Breiten immer noch sehr schwer zu erreichen. Vor allem die Versorgung mit schwefelhaltigen Aminosäuren ist dabei eine Herausforderung. Ein Lösungsansatz besteht darin, den Hühnerauslauf bei der Suche nach proteinreichen Komponenten einzubeziehen. Welchen Futterwert Klee und Luzerne im Hühnerauslauf haben und ob die Hühner das dann auch fressen, ist in diesem Merkblatt nachzulesen.

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Silage als Beschäftigungsmaterial für Legehennen
Im Video des dänischen Innovationszentrums für Ökologische Landwirtschaft sind die Möglichkeiten der technischen Umsetzung der Vorlage von Kleegrassilage für Geflügel zu sehen. Die Zuteilung erfolgt mehrmals täglich durch ein mechanisches Aufhängesystem.

Zum Video (in dänischer Sprache) Grobfutter für Legehennen Externer Link

    Pferde fressen Heu

    Pferde an der Heuraufe.
    Quelle: Vanessa Englhart.

    Luzerne in der Pferdefütterung
    Luzerne ist vor allem für Pferde mit besonderen Ansprüchen ein wertvolles Futtermittel. Sie steht in Form von bodengetrocknetem Heu, gehäckseltem Heißluftheu oder in Form von Cobs bzw. Pellets zur Verfügung. Was beim Einsatz von Luzerne bei der Pferdefütterung zu beachten ist, wird im Merkblatt erläutert.

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    Reinhören: Luzerne in der Pferdefütterung

    Auf dem Haupt- und Landgestüt Marbach auf der Schwäbischen Alb wird seit Kurzem Luzerne für die Pferdefütterung angebaut. Warum Luzerne eine spannende Option für die Pferdefütterung ist und welche offenen Fragen dazu in Marbach beantwortet werden sollen, erfahrt ihr in der 4. Folge des Podcasts vom Demonet-KleeLuzPlus.

    Podcast Luzerne in der Pferdefütterung