Rotkleegras - Kopfbild

Konservierung

Luzernesilage
Klee und Luzerne erfolgreich silieren!
Klee und Luzerne sind in ihrer Verwertung vielfältig. Klassischerweise werden sie als Silage in der Wiederkäuerfütterung eingesetzt.
Bei der Silierung gilt es einiges zu beachten, damit die Qualität am Ende stimmt: eine hygienisch einwandfreie Silage mit hohem Futterwert, die schmackhaft ist und die Futteraufnahme der Tiere fördert.

Welche Qualitätsfaktoren sind für die Silierung von kleinkörnigen Leguminosen wichtig und wie können diese beeinflusst werden?

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Allgemeines

Qualität

Technik & Silierhilfsmittel

Fragen & Antworten

Gibt es Auswertungen, um wie viel % der Zuckergehalt in der Silage steigt, wenn man bei Sonne statt Bewölkung mäht?

Untersuchungen aus Österreich zeigen: Tageszeit, Temperatur und Sonne beeinflussen den Zuckergehalt. Der Gehalt ist morgens niedriger als abends. Dabei hat auch das Wetter der Vortage großen Einfluss (z.B. Sonneneinstrahlung, kalte Nächte) sowie rasches Anwelken.
(Jennifer Brandl, LfL) 

Haben Betriebe, die Silierhilfsmittel einsetzen, im Schnitt höhere Energiegehalte in ihren Silagen?

Das ist schwierig nachzuweisen, da eine gute Silagequalität von vielen Faktoren abhängt. Siliermittel sind nur ein Baustein. Sie helfen z.B. gegen Fehlgärungen, die zu hohen Energieverlusten führen können. Die Wirksamkeit der (DLG-)Siliermitttel ist nachgewiesen – sie optimieren Verläufe, erhalten wertvolle Inhaltsstoffe, entsprechend haben sie auch positive Auswirkungen auf den Energiegehalt. Zuerst sollte aber immer das Silage-Management optimiert werden.
(Jule Schättler, LfL) 

Kann durch Siliermittel der zeitliche Ablauf der Vergärung verändert werden?

Der Silierprozess dauert i.d.R. 6-8 Wochen. Die Prozesse brauchen Zeit wie z.B. die Essigsäureproduktion. Siliermittel opimieren und stabilisieren den Silierprozess.
Der Einsatz von schnellwirksamen Siliermitteln ist möglich, die Wirkung jedoch noch nicht ausreichend getestet. Derzeit auf dem Markt vorhandene Produkte verfügen noch über kein DLG-Prüfsiegel (aktuell Entwicklung eines Prüfschemas). Besonders bei Silos, die früh geöffnet werden, muss das Siliermanagement optimal sein (passender TS-Gehalt, wenig puffernde Substanzen, wenig Verschmutzung, Verdichtung etc.). Auch auf den anschließenden Vorschub achten.
(Jule Schättler, LfL) 

Wie sind Effektive Mikroorganismen als Siliermittel einzuschätzen?

Bisher sind keine EM-Siliermittel DLG-geprüft, da Menge und Zusammensetzung der Mikroorganismen (z.B. Bakterien) stark schwanken können und die Wirksamkeit entsprechend geringer sein kann. Meist ist keine genaue Deklaration der enthaltenen Stammkulturen vorhanden.
(Jule Schättler, LfL) 

Wie misst man den pH-Wert der Silage mit einem pH-Teststreifen?

Dazu das pH-Papier direkt zwischen die Silage legen und zusammendrücken, (feuchtes) pH-Papier wieder raussuchen und Wert anhand der beigefügten Skala ablesen (Optimalbereich Grassilage 4,0-4,8 / Maissilage <4,2). Das pH-Papier sollte den Bereich von 3,9-5,8 abdecken. Bei Zuhilfenahme von Wasser am besten destilliertes Wasser verwenden.
(Jule Schättler, LfL) 

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